• http://www.dreamstime.com/royalty-free-stock-photos-desperate-businessman-employee-sitting-alone-prompting-his-head-image33242558

    Übung ist eine gute Grundlage für das Assessmentverfahren

  • foto2

    Wie Sie zuversichtlich an einem Einstellungstest herangehen, lernen Sie hier

  • foto4

    Alles was Sie brauchen, um sich auf Ihren Einstellungstest vorzubereiten

  • foto5

    Übung ist eine gute Grundlage für das Assessmentverfahren

  • foto33

    Alles was Sie brauchen, um sich auf Ihren Einstellungstest vorzubereiten

Elemente eines Assessment-test

In der Regel variiert die Dauer eines Assessment-Tests zwischen zwei Stunden und zwei Tagen, abhängig von den zu bearbeitenden Aufgaben. Die gängigsten Elemente werden im Folgenden jeweils einzeln dargestellt.

Kompetenztests

Kompetenztests bilden einen festen Bestandteil bei nahezu jeder Form von Assessments. Dabei wird Ihre Fähigkeit zum logischen Schlussfolgern untersucht. Die unterschiedlichen Arten von Kompetenztests, die sowohl im Internet wie auch in Büchern zu finden sind, beschränken sich in der Regel auf das Finden von Beziehungen in drei Formen: Wörter, Zahlen und Abbildungen. Während eines Assessments werden diese verschiedenen Formen zu einem Kompetenztest verarbeitet. Das führt zu den unten stehenden, gängigsten Kompetenztests:

  • Zahlenreihen
  • Analogien
  • Syllogismen
  • Figurenreihen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kopfrechnen
  • Textaufgaben – Rechnen

Bitte beachten Sie: ein Kompetenztext besteht nie aus einem einzelnen Element, sondern aus mehreren. Anschließend wird aus dem Durchschnitt sämtlicher Tests ein bestimmtes Intelligenz- oder Kompetenzniveau abgeleitet. Dieses Niveau wird häufig in Form eines Ausbildungsgrades ausgedrückt: Mittlere Berufsausbildung (+), Fachhochschulausbildung (+) oder Universitätsausbildung (+). Abhängig von dem vom Auftraggeber geforderten Kompetenzniveau kann ein schlechtes Abschneiden hinsichtlich dieses Elements häufig ausschlaggebend sein. Deshalb empfiehlt es sich, dieses Element im Voraus gründlich zu üben. Auf diese Weise kennen Sie sich bereits mit der Art der Fragestellung aus. Dadurch können Sie sich in der Regel besser auf die Fragen konzentrieren und somit optimale Leistungen erbringen.

Persönlichkeitstests

Eine Persönlichkeitsuntersuchung findet in der Regel anhand von Fragebögen mit verschiedenen Aussagen statt. Dabei sollte angegeben werden, inwieweit Sie jeweils mit einer bestimmten Aussage einverstanden bzw. nicht einverstanden sind. Der Umfang dieser Tests kann zwischen 30 und 300 Fragen variieren, abhängig von der Art des Assessments, das Sie ablegen.

Bei dieser Art von Tests gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Das Wichtigste dabei ist, dass Sie ehrlich sind und sich selbst treu bleiben. Es kommt nämlich häufig vor, dass bei dieser Art von Tests Kontrollfragen eingebaut wurden, wodurch Ihnen – in der Regel ohne dass Ihnen das bewusst ist – die gleiche Frage mehrmals gestellt wird, jedes Mal jedoch in einer leicht abgewandelten Form. Dadurch werden Sie diese Fragen nicht als „Wiederholung“ erkennen. Grundsätzlich sollten sämtliche dieser Fragen jedoch zur sinngemäß gleichen Antwort führen.

Auf Grundlage der Persönlichkeitstests entsteht ein Bild Ihres Charakters. Da es bei Persönlichkeitstests keine richtigen oder falschen Antworten gibt, können diese Tests im Gegensatz zu den Kompetenztests im Grunde nicht „geübt“ werden – im Sinne einer Charakterwandlung. Das üben von Persönlichkeitstests kann jedoch dazu führen, dass Sie sich mit der Art der Fragestellung auskennen und deshalb beim tatsächlichen Assessment mehr Ruhe bewahren.

Psychologische Untersuchung

Während eines Assessments geht eine psychologische Untersuchung häufig mit einem Gespräch einher, das von einem oder mehreren Psychologen geführt wird. Während dieses Gesprächs wird der Psychologe zielgerichtete Fragen stellen, um auf diese Weise ein Profil von Ihnen aufstellen zu können. Dieses Profil besteht in der Regel aus den folgenden Elementen:

  • Berufserfahrung / Ausbildungen
  • Ambitionen und etwaige Zukunftspläne
  • Stärken- und Schwächen-Analysen (SWOT-analyse)
  • Hobbys und Freizeitbeschäftigungen
  • Auf Grundlage der oben genannten Elemente wird Ihr Profil aufgestellt und es wird untersucht, ob Ihr psychologisches Profil der angestrebten Stelle entspricht. Wiederum ist es wichtig, dass Sie sich bei dieser Art von Untersuchungen selbst treu bleiben. Professionelle Psychologen bemerken es in der
  • Regel während des Gesprächs, wenn jemand versucht anders zu wirken als er ist und dadurch kann es sein, dass Sie für die entsprechende Stelle als ungeeignet betrachtet werden.
  • Die Vorbereitung auf dieses Element des Assessments kann dazu führen, dass Sie sich während dieses psychologischen Gesprächs entspannter fühlen. Sie können sich u.a. folgendermaßen auf das Gespräch vorbereiten: einen übersichtlichen Lebenslauf aufstellen und Informationen über den Betrieb, bei dem
  • Sie sich bewerben, einholen. Außerdem können Gespräche mit Menschen, die Ihnen nahe stehen (Freunde oder Verwandte) Einblicke in Ihre Stärken und Schwächen verleihen, da diese Personen Sie häufig über viele Lebensabschnitte hinweg erlebt haben.

Rollenspiele

Wenn Sie ein Assessment ablegen, nehmen Sie in der Regel an Rollenspielen teil. Während dieser Rollenspiele wird mithilfe von Praxissimulationen untersucht, wie Sie in bestimmten Situationen handeln. Meistens werden Ihnen mehrere Situationen vorgelegt, um auf diese Weise ein aussagekräftiges Bild von Ihnen zu erlangen. Die Rollen, in die Sie schlüpfen sollten, können mit der Stelle zu tun haben, um die Sie sich bewerben. Die Rollen können jedoch auch mit möglichen zukünftigen Aufgabengebieten in Beziehung stehen, damit auf diese Weise Ihre etwaige Laufbahn innerhalb des entsprechenden Betriebs vorgezeichnet werden kann. Es folgt eine Auflistung der gängigsten Rollenspiele mit der jeweiligen Erläuterung.

Zweigespräch

Das Zwiegespräch ist das am häufigsten angewendete Rollenspiel während eines Assessments. Während dieses Gesprächs wird Ihre mündliche Kommunikationsfähigkeit beurteilt. Dabei wird untersucht, ob Sie ergebnisorientiert, motivierend und zielgerichtet vorgehen. Es gibt verschiedene Arten von Zwiegesprächen, die folgenden sind die wichtigsten:

  1. Führungskraft
    Im Rahmen dieses Zwiegesprächs spielen Sie eine Führungskraft, die gegenüber einem Arbeitnehmer in Gestalt eines Schauspielers sitzt. Häufig geht es bei dieser Art von Situationen darum, dem Arbeitnehmer schlechte Nachrichten zu überbringen, wie z.B. die Person auf ihr unerwünschtes Benehmen ansprechen oder ihr kündigen. Bei dieser Art von Situationen ist es wichtig, gut zuzuhören und viele Fragen zu stellen, um so herauszufinden, wo das tatsächliche Problem bei Ihrem Gegenüber liegt.
  2. Kollege
    Dieses Zwiegespräch ähnelt dem Gespräch als Führungskraft, in diesem Fall steht jedoch das kollegiale Verhalten im Mittelpunkt. Schließlich stehen Sie jetzt auf gleicher Höhe. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Ihrem Vorgehen in bestimmten Situationen. Sie sollen Ihren Kollegen beispielsweise dazu bringen, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Wichtig dabei ist, freundlich zu bleiben und nicht dominieren zu wollen. Versuchen Sie wiederum, viele Fragen zu stellen und Alternativen zu bieten, damit Sie Ihren Gegenüber auf Ihre Seite bekommen.
  3. Kundengespräch
    Kundengespräche werden in der Regel abgehalten, wenn Sie in Ihrer angestrebten Stelle in engem Kundenkontakt stehen. Im Mittelpunkt dieser Art von Zwiegesprächen stehen Meinungsverschiedenheiten oder Unzufriedenheit im Hinblick auf bestimmte Produkte. Es ist Ihre Aufgabe, den Kunden zu beschwichtigen und Verständnis für die Lage Ihres Kunden zum Ausdruck zu bringen. Auf diese Weise können Sie langsam auf eine gemeinsame Lösung hinarbeiten, um so beide Parteien zufriedenzustellen.
    Postkorb-Test & Brief schreiben

Diese Form eines Rollenspiels wird auch „In-Basket-Test“ genannt. Dabei wird die Bearbeitung interner wie auch externer Post simuliert. In der Praxis läuft das in der Regel darauf hinaus, dass Entscheidungen aus Anlass verschiedener Poststücke getroffen werden müssen, die letztendlich dem Wohle der Firma dienen sollten. Auf diese Weise können verschiedene Managementkompetenzen, wie u.a. Selbstständigkeit, Interpretation von Tatsachen, Entschlusskraft, die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen und verwaltungstechnische Kompetenzen beurteilt werden.

Fact-Finding

Der Sinn dieses Rollenspiels ist, Tatsachen in Erfahrung zu bringen, die anschließend verknüpft werden und damit zu einer Empfehlung führen sollten. Häufig geht das mit einer Problemstellung einher, die Sie vorgelegt bekommen und bei der wesentliche Informationen fehlen. Es ist Ihre Aufgabe, diese Informationen mithilfe der richtigen Fragestellung zu ermitteln. Auf diese Weise kann Ihre Vorgehensweise eingeschätzt werden. Wie gehen Sie an ein Problem heran? Wie gehen Sie vor, um die fehlenden Informationen in Erfahrung zu bringen? Am allerwichtigsten: welche Lösung(en) schlagen Sie vor?

Präsentation

Dieses Rollenspiel wird auch „Management Case“ genannt, da Sie mit begrenzten Informationen und einer kurzen Vorbereitung eine professionelle Präsentation abhalten sollten. Der Inhalt dieser Präsentation ist häufig allgemeiner Natur, wie das Besprechen eines neuen Marketingplans oder das Vorführen eines neuen Produktes. Wichtig dabei ist, den Hintergrund Ihrer Zuhörerschaft richtig einzuschätzen, damit Sie den Tiefgang Ihrer Präsentation dementsprechend anpassen können.

Gruppendiskussion

Diese Form von Rollenspielen ist vor allem bei Assessments für Managementpositionen ein bekannter Auftrag. Dabei wird der Gruppe ein Problem vorgelegt. Nach einer gewissen Vorbereitungszeit werden Sie mit der Gruppe über ein mögliches geschäftliches Problem diskutieren. Bei dieser Art von Rollenspielen wird – im Gegensatz zu den oben genannten Rollenspielen – keine klare Rollenverteilung vorgenommen. Jeder hat die gleiche Position und während dieser Diskussionen werden Sie von Psychologen kritisch beurteilt. Versuchen Sie deshalb, sich aktiv an diesen Diskussionen zu beteiligen.

Ein wichtiger Tipp für diese Rollenspiele ist, dass es sich bei Ihrem Gegenüber häufig um einen Schauspieler handelt, der garantiert heftig (wütend, traurig, überzogen oder gleichgültig) reagieren wird. Bleiben Sie unter allen Umständen ruhig und bringen Sie Selbstsicherheit zum Ausdruck. Versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, welcher Widerstand hinter dem Problem Ihres Gegenübers steckt, um so die Kontrolle über das Rollenspiel aufrechtzuerhalten.